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23.05.18 19:50 Alter: 84 days

GEGEN DIE RADIKALISIERUNG VON JUGENDLICHEN

Bereich: HSBK Allgemein

Von: M. Kiedel

Premiere 321EXIT am Hans-Sachs-Berufskolleg

Nach der letztjährigen, erfolgreichen Aufführung des Theaterstücks „Dschihad One-Way“, das den Zusammenhang von Radikalisierung und Islamismus thematisierte, gab es nun am 18. Mai die Premiere des Stücks „321Exit“ am Hans-Sachs-Berufskolleg. 321Exit ist ein Klassenzimmerstück des Jungen Theaters Hof, das interessante Möglichkeiten des Einbezugs der Schülerinnen und Schüler in das Aufführungsgeschehen ermöglicht.

Während „Dschihad One-Way“ den Weg eines jungen Konvertiten nachzeichnet, der sich zunächst radikalisiert und schließlich als Dschihad-Kämpfer in den „Heiligen Krieg“ zieht, holt „321Exit“ die persönliche Erfahrung und Hilflosigkeit einer Jugendlichen mitten ins Klassenzimmer. Ein Pädagoge veranstaltet eine Präventionsstunde in einer ganz normalen Schulklasse zu den Themen Anti-Islamismus, Rassismus und Radikalisierung. Im Laufe dieses Programms wird er von einer Zuschauerin damit konfrontiert, dass sich ihre eigene 14-jährige Schwester radikalisiert hat. Sie versteht nicht, was ihre Schwester dazu gebracht hat, mitten in Deutschland einen Anschlag zu planen. Sie fragt sich, was sie hätte tun können, um das zu verhindern.

„Die Erfahrungen, die wir in den Schulen mit diesem Thema gemacht haben, gehen schon unter die Haut. Uns wurde oft deutlich, wie wichtig es ist, den Prozess der Radikalisierung von Jugendlichen zu ergründen. Prävention sollte bereits bei den Anfängen ansetzen“, so Bernd Plöger vom Jungen Theater Hof, Autor des Stücks. Zwar geht die Zahl derjenigen, die sich dem Dschihad in Syrien anschließen, zurück, allerdings ist die Situation in Deutschland prekärer geworden. Denn die Radikalisierung von Jugendlichen erfolgt inzwischen innerhalb von wenigen Wochen und erfasst Jüngere, zunehmend Mädchen.

Wie schon „Dschihad One-Way“ ist auch „321Exit“ Teil des Präventionsprogrammes gegen gewaltbereiten Salafismus. Interessierte Schulen und Gruppen aus NRW können die Aufführung buchen, die Kosten für die Produktion und die Aufführungen trägt das NRW-Innenministerium.

Der Erfolg der Premiere am Hans-Sachs-Berufskolleg sollte weitere Schulen bestärken, dieses Angebot wahrzunehmen.